Meerschweinchen an der Stör
  mehr Meerschweine
 


Es gibt Meerschweinchen bei denen bei der Verpaarung besonders aufgepaßt werden muss: Dalmatiner und Schimmel! Würde man z. B. zwei Schimmel verpaaren, würde das zuständige Gen (Lethalfaktor) sich auch verdoppeln und tödlich für  den Nachwuchs sein. Siehe dazu auch hier: Schimmel und Dalmatiner Problematik

Zuchtreife
- Zucht- und Geschlechtsreife sind zwei unterschiedliche paar 
  Schuhe - während die Geschlechtsreife schon mit wenigen Wochen 
   eintreten kann, ist die Zuchtreife wesentlich später:

   - bei Böcken: mit rund 5 Monaten
   - bei Weibchen: mit ca. 6 Monaten und ab ca. 600g
     (zu früh gedeckte Weibchen bleiben in der Entwicklung zurück)

Paarung
Eine Meerschweinchendame ist ca. alle 2 Wochen aufnahmebereit. Sie weist dann den Bock nicht wie gewohnt mit Harnspritzern ab, sondern bleibt stehen und läßt sich decken. Dieser Vorgang kann einige Male hintereinander geschehen, bis sie aufgenommen hat.

die zukünftige Mutter

- das Meerschwein sollte mind. 600 g wiegen und ca. 6 Monate alt 
   sein;  desweiteren sollte der erste Wurf dann im 1. Lebensjahr 
   sein, da dann die Beckenknochen verknöchern und es 
   Komplikationen  (z. B. Wehenschwäche) bei der Geburt geben kann
- das Meerschweinchen sollte zur Empfängnis nicht mehr als 1100 g 
   wiegen, da dann die Gefahr für eine Toxikose ansteigt
- weitere Schwangerschaften jeweils erst nach Erholungspausen für 
  die Mutter (von mind. 6 Wochen) und spätestens ca. 6 Monate nach dem letzten Wurf
- das Muttertier nicht als "Gebärmaschine" mißbrauchen!
- in den Frühling oder Herbst legen, da die heißen Sommermonate 
   sehr anstrengend für die werdende Mutter sind
- die Tragezeit beträgt im Schnitt 68 Tage
- beträgt die Tragezeit über 72 Tage wird es kritisch, da die Funktion der Plazenta abnimmt
- die Meerimutter benötigt eine besonders abwechslungsreiche Kost,
   damit ihr erhöhter Bedarf an Mineralien, Vitaminen und co gedeckt
   werden kann
- die Schnute nur noch selten hochnehmen, dabei den Bauch stützen
- Stress vermeiden (Umzug, Vergesellschaftung...)
- Risiken einer Schwangerschaft:
   z. B. Trächtigkeitstoxikose, Totgeburten, mißgebildete  
   Schweinchen, Tod der Mutter...
- vorbeugend keine wehenfördernden Pflanzen füttern, 
   wie z. B. Petersilie 

Geburt

Die Meerschweinchenmutter darf mit den anderen Schweinchen zusammenbleiben.  

ABER: Da die Geburt auch in der Nacht stattfinden kann, sollte ein/der (unkastrierte) Bock sicherheitshalber schon früher von der Schnute getrennt werden, um ein Nachdecken zu verhindern. Denn die Meerschweinchendame kann bereits kurz nach der Geburt bereits wieder gedeckt werden.
Dies sollte im Hinblick auf Gesundheit und Erholung der Meeridame vermieden werden.

Die Geburt läuft in hockender/sitzender Stellung ab. Die Mutter öffnet die Eihaut, damit das Junge atmen kann und säubert es.
Die Eihaut und die Nachgeburt werden von der Meerimama aufgefressen.

Nach der Geburt kann man der Mama gerne zusätzlich Dill anbieten, da dies die Milchbildung zusätzlich anregt.

Der Nachwuchs

Meerschweinchenbabys kommen voll entwickelt zur Welt und sind sogenannte Nestflüchter.

Sie beginnen teilweise bereits am ersten Tag, die normale Nahrung mitzufressen, die auch ihrer Mutter angeboten wird. Es ist wichtig, abwechslungsreich zu füttern, damit die Kleinen alles kennenlernen können.

- Geburtsgewicht ab ca. 50 g (sehr leicht)
- Säugezeit: ca. 2/3 Wochen

 
   
 
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=